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Die Baufinanzierung - ein kurzer Überblick

Kürzere Laufzeiten senken die Kosten
Entscheiden Sie sich für eine kurze Laufzeit! Je länger die Laufzeit nämlich ist, desto teurer wird Ihr Kredit. Denken Sie aber an den Umstand, dass kürzere Laufzeiten auch höhere Monatsraten bedeuten.

Beobachten Sie die Zinsentwicklung
Sie sollten die Entwicklungen am Markt beobachten; nur so können Sie sicher sein, einen günstigen Bauzins zu erhalten!

Nutzen Sie Ihr Eigenkapital
Investieren Sie genügend Eigenkapital, damit die Kreditsumme niedrig bleibt. Ratsam sind 20 bis 30 Prozent der Kreditsumme.

Der Traum zahlreicher Menschen? Ein eigenes Haus. Doch der Weg zu den eigenen vier Wänden ist nicht immer einfach. Vor allem stellt der Hausbau auch eine enorme finanzielle Belastung dar. Nur in den seltensten Fällen reicht das Eigenkapital, sodass am Ende immer ein Kredit notwendig wird, damit das Projekt auch realisiert werden kann.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Die Bau- oder Immobilienfinanzierung hilft bei der Verwirklichung des Traums der eigenen vier Wände. Beachten Sie, dass für diese Finanzierung Fremd- und auch Eigenkapital erforderlich sind. Das Fremdkapital wird durch einen Kreditgeber zur Verfügung gestellt. Im Regelfall werden Baukredite auch als Baufinanzierung bezeichnet.
Wenn Sie sich mit dem Hausbau befassen oder eine Immobilie kaufen wollen, werden Sie feststellen, dass es unterschiedliche Finanzierungsformen gibt.

Das Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen stellt eine klassische Immobilienfinanzierung dar. Sie bezahlen eine festgelegte Monatsrate, die sich aus Zins und Til gung zusammensetzt. Die monatliche Rate bleibt unverändert; Sie wissen bereits zu Beginn der Finanzierung, wie hoch Ihre letzte monatliche Rate sein wird. Die üblichen Laufzeiten liegen zwischen 5 und 15 Jahren. Des Weiteren gibt es einen Tilgungssatz, den Sie selbst beeinflussen können.

Tipp: Das Annuitätendarlehen eignet sich für alle Personen, die sich den Traum einer Immobilien für den Eigengebrauch verwirklichen und dabei kein hohes Zinsrisiko eingehen möchten.

Das Tilgungsdarlehen

Auch hier sind Zinsen fällig. Jedoch werden die Zins- und Tilgungsraten getrennt voneinander bezahlt. Die Tilgungsrate bleibt über den gesamten Zeitraum unverändert. Die Zinsrate reduziert sich hingegen mit der Zeit, da auch die Restschuld weniger wird. Das heißt, dass zu Beginn höhere finanzielle Belastungen gegeben sind, wobei die Gesamtbelastung am Ende deutlich geringer – als etwa bei einem Annuitätendarlehen – ausfällt.


Tipp: Das Tilgungsdarlehen eignet sich Personen, die mit einem frühzeitigen Rentenantritt spekulieren; dies vor allem, da die finanzielle Belastung – Monat für Monat – weniger wird. Jedoch sollte das Tilgungsdarlehen nur von Kreditnehmern genutzt werden, die auch wissen, dass sie in der Zukunft ein konstantes Einkommen beziehen werden.

Das Versicherungsdarlehen

Beim Versicherungsdarlehen handelt es sich um ein vorfinanziertes Darlehen. Der Kreditnehmer zahlt in eine sogenannte Kapitallebensversicherung ein, wobei die Laufzeit zu Beginn vereinbart wird. Die Monatsraten enthalten nur die Zinsen; das Darlehen wird erst nach dem Ablauf der Laufzeit getilgt. Damit der Kredit getilgt werden kann, muss die Versicherung aufgelöst werden.


Tipp: Das Versicherungsdarlehen lohnt sich nur, wenn der Kreditnehmer die Immobilie vermietet oder verpachtet und somit Steuervorteile geltend machen kann. Zu beachten ist, dass die Vertragslaufzeit (bei Miete oder Pacht) aber mindestens 12 Monate betragen muss.

Das endfällige Darlehen

Das endfällige Darlehen, auch als tilgungsfreies Darlehen bekannt, ist ein Kredit, bei welchem der Kreditnehmer nur die vereinbarten Kreditzinsen bezahlt. Die Tilgung der Finanzierung erfolgt – im Rahmen einer Einmal-Zahlung – am Ende der Laufzeit. Üblicherweise wird das endfällige Darlehen mit einer Kapitallebensversicherung kombiniert, sodass das erwirtschaftete Kapital zur Tilgung des Kredits verwendet werden kann.


Tipp: Das Darlehen eignet sich ausschließlich für Kreditnehmer, die die Immobilie vermieten oder verpachten, sodass steuerliche Vorteile genutzt werden können.

Das variable Darlehen

Das variable Darlehen zeichnet sich vorwiegend durch die sehr niedrigen Zinssätze aus; die Zinsfestschreibung beträgt maximal sechs Monate. Danach orientieren sich die Zinsen am aktuellen Markt. Zu diesem Zeitpunkt kann der Kreditnehmer die Finanzierung aber zur Gänze oder zum Teil tilgen – der Kreditnehmer muss keine Vorfälligkeitsentschädigung entrichten. Des Weiteren kann sich der Kreditnehmer aber auch für eine langfristige Zinsbindung entscheiden.


Tipp: Der Kredit ist für all jene Kreditnehmer empfehlenswert, die eine hervorragende Bonität haben und ihr Einkommen durch etwaige Sondereinnahmen steigern können. Normale Kreditnehmer, die eine gewöhnliche Bonität haben und über ein fixes Einkommen verfügen, sollten von dieser Variante Abstand nehmen, da es sich um ein risikoreiches Darlehen handelt. Das variable Darlehen kann auch mit dem Annuitätendarlehen kombiniert werden (Kombidarlehen).

Das Volltilgerdarlehen

Der Kreditnehmer bezahlt eine monatliche Rate, die sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammensetzt. Bei dieser Finanzierung entscheidet der Kreditnehmer aber selbst, ab welchem Zeitpunkt er schuldenfrei sein möchte. Anhand des Zeitraums werden in weiterer Folge die Raten festgelegt. Ein Vorteil des Volltilgerdarlehens? Die Zinsen bleiben – über die gesamte Kreditlaufzeit – gleich. Nach der Laufzeit ist der Kredit auch zur Gänze abbezahlt.

Tipp: Geeignet für Immobilienkäufer und Bauherren, die eine absolute Zinssicherheit wollen.Des Weiteren können Baufinanzierungen auch mit staatlichen Fördermitteln kombiniert werden. Zu den bekanntesten Förderkrediten gehört das KfW-Darlehen.

Was sollten Sie beachten, wenn Sie auf der Suche nach einer günstigen Baufinanzierung sind?

Bevor Sie sich für ein Darlehen entscheiden, sollten Sie im Vorfeld ein paar Tipps und Tricks berücksichtigen, damit Sie sicher sein können, das beste Angebot unterfertigt zu haben.

Die Laufzeit

Entscheiden Sie sich für die passende Laufzeit. Schlussendlich hat die Laufzeit einen enormen Einfluss auf die Höhe der Zinsen. Entscheiden Sie sich für eine lange Laufzeit, haben Sie die Möglichkeit einer langen Zinsbindung. So können Sie sich vor Zinserhöhungen schützen.
Je länger die Laufzeit Ihres Kredits ist, desto teurer wird er aber am Ende. Die Zinsbindung wird nämlich nicht kostenlos zur Verfügung gestellt; immer wieder müssen Kreditnehmer, wenn Sie sich für eine lange Zinsbindung entscheiden, hohe Aufschläge bezahlen. Die kürzere Laufzeit lässt – so der Umkehrschluss – den Kredit günstiger werden. Jedoch müssen Sie sich bewusst sein, dass am Ende der Laufzeit eine Anschlussfinanzierung notwendig wird, die mitunter schlechtere Konditionen (höherer Zinssatz) aufweist. Entscheiden Sie sich daher nur dann für eine sehr kurze Zinsbindung, wenn Sie auch in der Lage sind, das Darlehen am Ende komplett zu tilgen.

Die maximale Darlehenssumme

Bevor Sie sich für einen Kredit entscheiden, sollten Sie im Vorfeld genau durchrechnen, welche monatliche Rate Sie überhaupt – problemlos – bezahlen können. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

Analysieren Sie Ihre finanzielle Situation

Addieren Sie die monatlichen Einnahmen. Denken Sie bei den Einnahmen auch auf etwaige Wertpapiere oder Bausparguthaben – auch diese Summen sollten Sie berücksichtigen. Richten Sie den Blick auch in die Zukunft – gibt es mitunter Lebensversicherungen, die in den nächsten Jahren ausbezahlt werden oder mögliche Erbschaften, die einen positiven Einfluss auf Ihre Finanzen haben können?

Die monatlichen Belastungen

Addieren Sie alle Ausgaben! Denken Sie aber nicht nur an die monatlichen Ausgaben (Miete, Mitgliedsbeiträge, Lebensmittel), sondern berücksichtigen Sie auch jährliche Zahlungen (Versicherungsprämien).

Die Rücklagen

Subtrahieren Sie die Ausgaben von den Einnahmen – am Ende bleibt ein Überschuss, den Sie für die monatlichen Raten verwenden können. Dabei sollten Sie aber nicht den gesamten Überschuss kalkulieren, sondern auch Rücklagen für Reparaturen, Urlaube und sonstige Ausgaben berücksichtigen. Kalkulieren Sie nicht zu knapp!

Am Ende bleibt die monatliche Summe, die tatsächlich für die monatlichen Raten verwendet werden kann. Anhand der Summe können Sie nun die Höhe der Kreditsumme berechnen.

Das Eigenkapital

Zudem sollten Sie sich auch überlegen, wie viel Eigenkapital Sie investieren möchten. Finanzexperten empfehlen 20 Prozent bis 30 Prozent der Gesamtkosten. Jedoch gibt es auch Finanzierungsmöglichkeiten, die kein Eigenkapital erfordern. So können Sie sich auch für einen Kredit entscheiden, obwohl Sie kein eigenes Vermögen haben. Denken Sie aber an den Umstand, dass die Banken bessere Zinsen anbieten, wenn Sie ein Eigenkapital vorweisen können. Die Zinsen werden aber nicht nur vom Eigenkapital beeinflusst; folgende Faktoren beeinflussen die Baugeldzinsen:

  • Das Vorhaben: Möchten Sie eine Immobilie bauen, kaufen oder benötigen Sie nur eine Anschlussfinanzierung?
  • Der Objektwert: Welchen Wert hat die Immobilie?
  • Die Lage: Ein Haus, das sich in einer Großstadt befindet, ist im Regelfall teurer als eine Immobilie auf dem Land
  • Die Nettodarlehenssumme: Der tatsächliche Betrag kann die Zinsen drücken oder auch erhöhen
  • Die Bonität: Sie haben eine gute Bonität? Dann freuen Sie sich auf bessere Konditionen und niedrigere Zinsen
  • Die Fixierung der Bauzinsen: Eine langfristige Zinsbindung ist zwar von Vorteil, muss aber auch zusätzlich bezahlt werden
  • Die Geldmarkt-Entwicklung: Beobachten Sie den Markt – nur so können Sie günstige Zinsen erhalten!

Die aktuellen Bauzinsen

In den letzten Jahren gab es Zinsen für Baukredite. Natürlich sind nicht nur nationale und auch internationale Geldmarktentwicklungen von Bedeutung, sondern auch die individuellen Rahmenbedingungen des einzelnen Kreditantragstellers. Es waren die niedrigen Zinsen, die dazu führten, dass immer mehr Menschen einen Kredit aufgenommen haben, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Natürlich sind es die konkreten Umstände, die in weiterer Folge dazu führen, wie hoch oder niedrig die Zinsen tatsächlich ausfallen. Pauschale Zahlen können nicht genannt werden. Aus diesem Grund sollten Sie im Vorfeld die unterschiedlichen Angebote vergleichen. Vergessen Sie dabei nicht auf sogenannte Direktbanken: Direktbanken, also Einrichtungen, die auf ein Filialnetz verzichten, geben die Einsparungen an ihre Kunden weiter, sodass hier oftmals bessere Konditionen gewährt werden können. Jedoch sind auch andere Faktoren von Bedeutung, sodass ein Vergleich der Zinsen unerlässlich ist.

Wer noch nicht weiß, wann er endgültig mit dem Bauvorhaben beginnen möchte oder noch keine Immobilie gefunden hat, die er unbedingt kaufen möchte, kann den Markt beobachten und im günstigsten Moment zuschlagen. Folgende Faktoren sollten Sie für die Prognose der Bauzinsen berücksichtigen:

  • Die wirtschaftliche Lage: Ist die wirtschaftliche Lage schlecht, sind risikoarme Immobilienkredite eine Sicherheit für die Bank, da sie günstig erhältlich sind
  • Staatsanleihen: Staatsanleihen sind die einzige Anlageform, die für die Banken noch sicherer als Immobilienkredite sind – werden die Anleihen teurer, werden sie auch attraktiver, sodass es zu einem Zinsanstieg kommt
  • Nachfrage: Entscheiden sich, aufgrund der niedrigen Zinsen, immer mehr Bauherren für einen Immobilienkredit, kann es – wenn es zu einer Sättigung kommt – ebenfalls zu einem Anstieg des Zinssatzes kommen
  • Die Europäische Zentralbank (EZB): Ein niedriger Leitzins sorgt für günstige Kredite. Werden hingegen Staatsanleihen von Krisenländern gekauft, werden diese attraktiver, sodass es zu einem Anstieg des Zinssatzes kommt

Was Sie über die Baufinanzierung wissen sollten

Im Regelfall werden mit der Baufinanzierung die Kosten für den Bau oder den Kauf einer Immobilie abgedeckt. Kaufnebenkosten, dazu gehören etwa die Gebühren des Notars, die Spesen für die Eintragung in das Grundbuch oder auch die Maklerprovision, werden von vielen Kreditnehmern mit dem Ersparten, also dem Eigenkapital, bezahlt. Hat der Kreditnehmer kein eigenes Vermögen, können die Nebenkosten aber durch eine aufgestockte Kreditsumme beglichen werden.

Immobilienkredite sind zweckgebunden, sodass das Geld nur für Maßnahmen verwendet werden darf, die mit der Immobilie zu tun haben. Hier spricht die Bank von „wohnwirtschaftlichen Zwecken“. Dabei kann es sich um die Renovierung oder den Kauf einer Immobilie handeln, wobei auch die Anschaffung einer Einbauküche unter „wohnwirtschaftliche Zwecke“ fällt.

Die Baufinanzierung kann allen Personen empfohlen werden, die nicht mehr die Rolle des Vermieters einnehmen möchten, sondern viel lieber zum Eigentümer mutieren wollen. Fakt ist: Ein Eigenheim ist, auf lange Sicht gesehen, natürlich günstiger als eine gewöhnliche Mietwohnung; es ist jedoch wichtig, dass Sie – und auch Ihr Partner – ein konstantes Einkommen beziehen. Nur so können Sie die Kreditraten auch in den kommenden Jahren problemlos bezahlen.

Es gibt heutzutage kaum ein Geldinstitut, das keinen Bau- oder Immobilienkredit anbietet. Ob Sparkassen, Geschäftsbanken oder Hausbanken – selbst Direktbanken bieten immer wieder Baufinanzierungen an.

So kommen Sie zu Ihrer Baufinanzierung

Es gibt zahlreiche Kreditangebote – damit Sie auch das beste Angebot finden, sollten Sie im Vorfeld einen Baufinanzierungs-Vergleich durchführen. Mithilfe des Online-Rechners können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Kreditangebote von den Banken zur Verfügung gestellt werden.

  • Tragen Sie den Kaufpreis und auch den möglichen Standort ihres Wunschobjektes in die vorgesehenen Felder des Vergleichsrechners ein und wählen Sie die Art Ihres Vorhabens
  • Klicken Sie danach auf „Zinsen berechnen“
  • Sie erhalten in weiterer Folge eine Übersicht – hier erhalten Sie die Information, welche Kreditangebote derzeit zur Verfügung stehen
  • Damit das Angebot individuell angepasst werden kann, verfeinern Sie in weiterer Folge die Angaben – nutzen Sie die Regler, damit Sie den Kaufpreis, die Kaufnebenkosten und auch das Eigenkapital hinzufügen können; Sie können auch die Tilgungsrate und auch die Zinsbindungsfrist festlegen
  • Vergleichen Sie die unterschiedlichen Angebote und achten Sie auf Kundenbewertungen
  • Haben Sie schlussendlich das passende Angebot gefunden, können Sie auf „Weiter“ klicken – Sie gelangen nun auf das Kontaktformular
  • Geben Sie den aktuellen Stand des Immobilienkaufs an, fügen Sie Ihre Kontaktdaten hinzu und hinterlassen Sie – sofern gewünscht – eine persönliche Nachricht
  • Kontaktieren Sie den Anbieter

Das angepasste Finanzierungsangebot

Der Anbieter hat Ihre Nachricht erhalten und wird in weiterer Folge ein individuelles Finanzierungsangebot erstellen. Berücksichtigen Sie die Laufzeit, die Monatsrate und auch den Zinssatz. Entsprechen die Vorgaben Ihren Wünschen oder gibt es mitunter noch Faktoren, die geändert werden müssen? Sind Sie mit dem übermittelten Angebot zufrieden, müssen Sie folgende Unterlagen einreichen:

  • Arbeitsvertrag
  • Einkommensnachweise der letzten drei Monate
  • Nachweis über Ihr Eigenkapital
  • Angaben zur Immobilie (Größe, Lage, Wert, …)
  • Unterfertigter Immobilienvertrag
  • Detaillierte Aufstellung der Kosten

Zudem müssen Sie auch angeben, ob Sie bereits Kreditnehmer sind; das ist für den Kreditgeber besonders wichtig, da er in weiterer Folge auch Ihre Liquidität einschätzen muss. Die Bonitätsprüfung beinhaltet auch eine SCHUFA-Abfrage. Da das Prüfverfahren mehrere Tage dauern kann, sollten Sie ein Zeitfenster von rund vier Wochen einplanen. Im Regelfall wird der Antrag bereits nach einer Woche abgewickelt; bekannte Banken, die mit vielen Anfragen zu tun haben, können jedoch mitunter länger beschäftigt sein, sodass die Entscheidung, ob Ihrem Antrag stattgegeben wird oder nicht, zwei bis drei Wochen dauern kann. Die Auszahlung, nachdem die Bank ihre Zustimmung erteilt hat, dauert zwei bis drei Werktage.

Natürlich kann die Bank den Antrag ablehnen. Auch dann, wenn alle Unterlagen rechtzeitig übermittelt wurden, heißt das noch lange nicht, dass dem Kreditantrag stattgegeben werden muss. Die Gründe, warum Ihr Kreditantrag abgelehnt werden kann, sind vielfältig: So können eine fehlende Bonität oder auch fehlende Sicherheiten die Gründe sein, warum dem Kreditantrag nicht zugestimmt werden kann.

Wird der Antrag von Seiten der Bank abgelehnt, sollten Sie natürlich nach dem Grund fragen. Mitunter können Sie etwaige Probleme aus der Welt schaffen oder versuchen, wenn Sie eine andere Bank kontaktieren, die Ablehnungsgründe im Vorfeld zu beseitigen.

Berücksichtigen Sie, dass folgende Ablehnungsgründe zum Problem werden können: Sie befinden sich noch in der Probezeit, Sie haben ein geringes Einkommen, Sie haben einen befristeten Arbeitsvertrag oder sind noch keine drei Jahre selbstständig tätig. Ein weiterer Grund, der es Ihnen fast unmöglich machen wird, einen Kredit zu bekommen, ist der negative Schufa-Eintrag.

Sie werden natürlich, wenn Sie einen oder mehrere Gründe erfüllen, die dazu führen, dass die Kreditanträge abgelehnt werden, eine Alternative benötigen. Hier rückt der Privatkredit in den Vordergrund. Privatkredite können von Freunden oder Familienmitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Im Internet finden sich auch zahlreiche Online-Plattformen, die Kredite von Privatpersonen vermitteln. Zudem können Sie auch einen Auslandskredit, etwa aus der Schweiz, aufnehmen. Der „Schweizer Kredit“ wird auch als schufafreier Kredit bezeichnet; ausländische Banken verzichten in der Regel auf eine Schufa-Abfrage.

Die Umschuldung der Baufinanzierung

Im Regelfall können Baufinanzierungen erst später umgeschuldet werden. Der Hintergrund? Die Vorfälligkeitsentschädigung. Eine (kostenfreie) Umschuldung kann erst nach dem Ende der Zinsbindung vorgenommen werden.

Haben Sie einen neuen Kreditgeber gefunden, muss die Grundschuld übertragen werden. Hier fallen Gebühren an: 0,3 Prozent der noch offenen Kreditsumme. In vielen Fällen werden die Gebühren aber von der neuen Bank – also dem neuen Kreditgeber – übernommen.

Der Zeitaufwand ist gering: Führen Sie abermals einen Vergleich durch, finden Sie das passende Angebot und kontaktieren Sie den potentiellen Kreditgeber. Übersenden Sie die Unterlagen und warten Sie, ob der neue Anbieter Ihrem Vorhaben zustimmt oder nicht. Stimmt der Kreditgeber dem Antrag zu, unterfertigen Sie den Vertrag – fertig. Ihre Arbeit ist somit getan – die restliche Arbeit wird von der Bank übernommen.

Tipp: Warten Sie die Zinsbindungsfrist ab! Normalerweise stimmt die Bank der Umschuldung nicht zu, wenn noch eine Zinsbindungsfrist besteht. Es gibt aber Institute, die dem Vorhaben – noch innerhalb der Zinsbindungsfrist – zustimmen, jedoch in weiterer Folge eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellen.

Die Vorfälligkeitsentschädigung und die Wechselgebühren stellen zwei Kostenfaktoren dar, die keinesfalls unterschätzt werden dürfen. Am Ende sind die Kosten, die für die Umschuldung entstehen, teurer als das tatsächliche Zinsersparnis, sodass Sie besser auf den Ablauf der Zinsbindungsfrist warten sollten.

Kann eine Baufinanzierung auch ohne Eigenkapital aufgenommen werden?

Normalerweise setzt sich die Immobilienfinanzierung aus Fremd- und Eigenkapital zusammen. Verfügen Sie aber über kein Eigenkapital oder möchten Ihr Vermögen nicht investieren, können Sie auch eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital aufnehmen.

Vorteile

  • Sie können die Niedrigzinsphasen ausnutzen
  • Sie sind- aufgrund der höheren Mindesttilgungsraten – früher schuldenfrei
  • Ihr Eigenkapital bleibt bestehen, sodass Sie noch über einen finanziellen Polster verfügen
  • Ermöglicht den Hauskauf oder Bau schon in jungen Jahren

Nachteile

  • Höherer Zinssatz
  • Finanzierungen ohne Eigenkapital, also Vollfinanzierungen, haben eine höhere Gesamtbelastung
  • Ändert sich Ihre finanzielle Situationen, kann es zu finanziellen Engpässen kommen

Entscheiden Sie sich für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital, gehen Sie ein automatisch höheres Risiko ein, wobei Besserverdiener, wenn Sie sich für eine Vollfinanzierung entscheiden, von der Niedrigzinsphase profitieren. Fakt ist: Am Ende müssen Sie die Vor- und Nachteile abwägen und für sich selbst entscheiden, ob Sie lieber Ihr Eigenkapital investieren oder sich doch für eine Vollfinanzierung entscheiden.

Fragen und Antworten

Achtung: Beamte und Selbstständige sind Sonderfälle!
Selbstständige und Freiberufler haben es schwerer als Angestellte. Schlussendlich fehlen die regelmäßigen Einnahmen. Der Kreditgeber hat bei der Berechnung des Ausfallsrisikos Schwierigkeiten, sodass er oftmals den Kreditantrag ablehnt, wenn der Antragsteller kein regelmäßiges Einkommen nachweisen kann.

Das bedeutet aber nicht, dass Selbstständige keine Baufinanzierung erhalten. Sie müssen eine Gewinn- und Verlustrechnung (der letzten drei Jahre) vorlegen. Kann der Selbstständige die Bank überzeugen, dass er genügend Geld lukriert, stimmt die Bank dem Antrag zu. Rückläufige Einnahmen oder schwankende Einkünfte sind hingegen problematisch – im Regelfall lehnt die Bank den Antrag ab.

Bei Beamten ist das genaue Gegenteil der Fall – hier werden Baufinanzierungen mit ausgesprochen guten Konditionen angeboten. Der Beamte bezieht ein sicheres Einkommen, sodass er nur ein geringes Ausfallsrisiko darstellt. Das bedeutet aber nicht, dass der Beamte das erstbeste Angebot unterfertigen sollte; auch hier gibt es eklatante Unterschiede, sodass auch der Beamte einen Kreditvergleich durchführen muss.



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Kann das Eigenkapital auch durch die Eigenleistung ersetzt werden?

Ist nur der Zinssatz von Bedeutung?

Macht die Ein-Prozent-Tilgung überhaupt noch Sinn?

Sind kurze Kreditlaufzeiten von Vorteil?

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Sollten Sie ausschließlich Ihre Hausbank kontaktieren?

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Weitere Infos zum Thema finden Sie auf: kredit-vergleiche.de und klarkredit.de

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