Benötigt man für die Realisierung des Traums der eigenen vier Wände eine Fremdfinanzierung, so wird man recht schnell auf die Immobilienzinsen stoßen. Bei den Immobilienzinsen handelt es sich um Zinssätze, die von Seiten des Kreditnehmers bezahlt werden müssen, nachdem die Bank ein Hypothekendarlehen oder eine Baufinanzierung gewährt hat.

Der effektive Jahreszins hat hier die stärkste Aussagekraft. Ist das Niveau der Immobilienzinsen niedrig, so ist es ratsam, wenn der Kreditnehmer eine lange Zinsbindung ausverhandelt, sodass er eine für mehrere Jahre anhaltende Sicherheit hat, dass die Finanzierung günstig bleibt.

Je höher der Zinssatz, desto teurer wird am Ende natürlich die Finanzierung. Doch die finanzielle Belastung, die auch durch die Höhe des Zinssatzes entsteht, kann mit einem höheren Eigenkapital gesenkt werden.

Die Begriffsdefinition

Immobilienzinsen sind Schuldzinsen, die der Kreditnehmer bezahlen muss, nachdem er sich für ein Hypothekendarlehen entschieden hat. Die Zinsen werden deshalb vorgeschrieben, weil der Kreditgeber eine im Vorfeld bestimmte Geldsumme bereitstellt. Auf diesem Weg will die Bank einen Gewinn lukrieren. Genau deshalb sind die Immobilienzinsen auch das wohl wichtigste Kriterium im Zuge der Kreditvergabe – einerseits für den Kreditnehmer, andererseits aber auch für den Kreditgeber.

Geringe Schwankungen reichen am Ende schon aus, damit der Kreditnehmer – in diesem Fall der Schuldner – hohe Mehrkosten tragen muss. Genau deshalb ist es wichtig, dass im Vorfeld ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote durchgeführt wird. Wer sich den Traum der eigenen vier Wände erfüllen möchte, der sollte niemals das erstbeste Angebot von einer Bank annehmen. Auch dann nicht, wenn es sich um die Hausbank handelt, bei der man schon seit mehreren Jahren Kunde ist.

Worauf beim Vergleich zu achten ist

Wer die Zinsen berechnen will, der muss die verschiedenen Kosten, die mit dem Kredit in Verbindung stehen, natürlich ebenfalls berücksichtigen. Aber nicht nur bei der Berechnung stellt sich die Frage, welche Position zu beachten sind – so auch, wenn man einen Kreditvergleich plant.

Will man nämlich einen Vergleich durchführen, so ist es wichtig, dass man sich als Kreditnehmer auf den effektiven Jahreszins und nicht auf den Sollzins konzentriert. Dieser beinhaltet nachstehende Kostenstellen:

  • Sollzins
  • Bereitstellungszinsen
  • Bearbeitungskosten
  • Kontoführungsgebühren

Kann die Höhe des Zinssatzes positiv beeinflusst werden?

Dem Kreditnehmer stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wenn der die Höhe des Zinssatzes für das Hypothekendarlehen oder den Baukredit senken möchte. Die Zinshöhe hängt zum Teil natürlich auch mit der Höhe der Kreditsumme und der Laufzeit zusammen. Doch es gibt auch andere Faktoren, die den Zinssatz verändern:

  • Der Kreditnehmer kann das Eigenkapital erhöhen
  • Es wird die höchstmögliche Tilgungsrate vereinbart
  • Man vereinbart eine kürzere Laufzeit
  • Jedes freiwerdende Kapital wird für eine höhere Rate eingesetzt
  • Sondertilgungen vereinbaren

Grundsätzlich gilt natürlich, dass die Höhe des Eigenkapitals natürlich den mit Abstand größten Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes hat.

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