Budgetrechner

Finden Sie mit dem Budgetrechner heraus, wie viel Budget Sie für Ihren Hauskauf benötigen.

Die Frage, wie hoch der Kaufpreis des Eigenheims am Ende sein darf, kann mit dem Budgetrechner beantwortet werden. Der Budgetrechner greift hier auf mehrere Angaben zurück, so etwa auf das monatliche Haushaltsnettoeinkommen oder auch auf allfällige Nebenkosten, sodass man einen guten Überblick erhält, wie hoch der maximale Kaufpreis ausfallen kann.

Es ist keinesfalls überraschend, wenn sich gerade zu Beginn dieses großen Projekts alles um das Thema Geld dreht, denn schlussendlich ist immer die Angst im Hinterkopf, dass die monatlichen Ausgaben einfach zu hoch werden.

Mit dem Budgetrechner kann man sich schon im Vorfeld ein Bild machen, wie sich die finanzielle Situation entwickeln wird. Man braucht – wie bereits erwähnt – nur ein paar Daten (wie etwa das monatliche Nettohaushaltseinkommen) angeben und schon weiß man, wie hoch der Preis der Immobilie sein darf.

 

Die Funktionsweise des Budgetrechners

Schritt Nummer 1: Zu Beginn wird das monatliche Haushaltseinkommen – abzüglich Kindergeld, Steuern- und Sozialabgaben und etwaigen sonstigen Einnahmen (beispielsweise Mieteinnahmen) – angegeben.

Schritt Nummer 2: Nun folgen die Angaben zu der Sollzinsbindung, zur Grunderwerbsteuer, zur Höhe des Eigenkapitals, zu den Maklerkosten, zu den Modernisierungskosten und auch zur Höhe des Sicherheitspuffers. Sollten derartige Werte/Beträge noch nicht bekannt sein, können die voreingestellten Angaben auf der Seite verwendet werden.

Nun wird der Budgetrechner den maximalen Darlehensbetrag ermitteln. Die Basis der maximalen Finanzierungssumme bilden die Kaufnebenkosten und die Höhe des Eigenkapitals. Je genauer die Angaben sind, desto realistischer fällt die Ermittlung durch den Budgetrechner aus, wie hoch der Preis für die Immobilie tatsächlich ausfallen darf.

 

Begriffsdefinitionen

Der maximale Darlehensbetrag: Die maximale Darlehenshöhe wird anhand des monatlichen Nettohaushaltseinkommens berechnet. Das heißt, die Immobilie darf nicht höher als jener Betrag sein, der im Zuge der Berechnung durch den Budgetrechner ermittelt wurde.

Die maximale monatliche Rate: Es geht aber nicht nur um die maximale Darlehenshöhe, sondern auch um die monatliche Kreditrate. Als Grundlage wird hier ebenfalls das monatliche Nettohaushaltseinkommen herangezogen – der Budgetrechner rechnet hier mit einem Wert von 35 Prozent.

Der gebundene Sollzins p.a.: Die Höhe des Sollzinses legt in weiterer Folge die Verzinsung des Darlehens fest. Das heißt, der Kreditnehmer bezahlt der Bank Zinsen, da ihm Geld geliehen wurde. Die Banken entscheiden selbst, wie hoch der Sollzins ausfällt, orientieren sich dabei aber immer am Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank. Auch der Verwendungszweck spielt eine wesentliche Rolle für die Sollzinshöhe.

Der effektive Jahreszins p.a.: Der effektive Jahreszins ist die wichtigste Position im Zuge eines Kreditvergleichs. Denn in dieser Position finden sich die Gesamtkosten für den Kredit. Fakt ist: Ist der effektive Jahreszins niedrig, so ist der Kredit günstig – je teurer der Jahreszins jedoch ist, desto teurer fällt die Finanzierung aus.

Die Sollzinsbindung in Jahren: Natürlich werden die Sollzinsen von diversen Ereignissen am Finanzmarkt beeinflusst. Genau deshalb empfehlen Experten eine Sollzinsbindung, sodass der Kreditnehmer die Sicherheit genießt, auch in den kommenden Jahren dieselbe monatliche Rate bezahlen zu müssen. Eine langjährige Sollzinsbindung ist aber nur während einer Niedrigzinsphase interessant – gibt es von Seiten der Bank kein attraktives Angebot, so sollte man auf eine Sollzinsbindung verzichten.

Der anfängliche Tilgungssatz: Die Monatsrate setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen und bleibt über die im Vorfeld vereinbarte Laufzeit gleich. Und auch wenn die Höhe der Rate gleich bleibt, so gibt es eine Veränderung: der Zinsanteil sinkt, der Tilgungsanteil steigt. Schon zu Beginn kann der Kreditnehmer aber festlegen, wie hoch der Tilgungssatz zu Beginn sein soll. Empfehlenswert sind – vor allem zu Zeiten der Niedrigzinsphase – mindestens 2 Prozent.

Das Eigenkapital: Empfehlenswert ist eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent, wobei hier natürlich gilt, dass ein höherer Eigenkapitalanteil immer positiv ist. Die Faustregel? Mit dem Eigenkapital sollen die Nebenkosten, die im Zuge des Kaufs anfallen, abgedeckt werden. Als Eigenkapital versteht man alle zur Verfügung stehenden Geldmittel wie etwa Barvermögen, Erspartes aus Tagesgeld- oder auch Festgeld wie auch Bausparverträge.

Die Notar- und Grundbuchkosten: Derartige Kosten hängen vom Kaufpreis der Immobilie ab. Kommt es zu einer Veränderung des Immobilienpreises, so verändern sich in weiterer Folge auch die Kosten für den Notar und die Eintragung in das Grundbuch. Der Budgetrechner geht von einer Gebühr in Höhe von 1,5 Prozent des Kaufpreises aus.

Die Grunderwerbsteuer: Aufgrund der Tatsache, dass die Grunderwerbsteuer von den Ländern festgesetzt wird, gibt es keine einheitliche Höhe. In der Regel liegt die Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent des Immobilienpreises. Wer also mit dem Budgetrechner arbeitet, der sollte daher darauf achten, dass das richtige Bundesland ausgewählt wurde.

Die Maklerkosten: Auch hier gibt es keine fixe Höhe – die Maklergebühren liegen nämlich zwischen 3 Prozent und 6 Prozent des vereinbarten Kaufpreises, wobei hier noch die Mehrwertsteuer (19 Prozent) hinzukommt, sodass die maximale Maklergebühr bei 7,14 Prozent liegen kann. Mitunter entfällt aber auch die Maklergebühr, wenn es sich um einen Privatverkauf handelt. In diesem Fall muss beim Budgetrechner der Wert „0“ eingegeben werden.

Der Sicherheitspuffer: Im Zuge einer Bauphase sind unvorhergesehene Ereignisse fast schon vorprogrammiert. Auf einmal benötigt man mehr Materialien oder muss mitunter den Anbau doch noch erweitern. Während der Bauphase können also immer wieder Kosten entstehen, die zu Beginn nicht kalkuliert wurden, weil sie nicht vorhersehbar waren. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn sich der Sicherheitspuffer im Bereich der 5 Prozent bewegt.

Die Modernisierungskosten: Wer einem älteren Haus neues Leben einhauchen möchte, der muss sich nicht nur mit dem Kaufpreis befassen, sondern sehr wohl auch überlegen, wie hoch die Modernisierungskosten sein werden. Diese hängen natürlich vom Alter der Immobilie ab. 16 Prozent des Kaufpreises werden für Häuser geraten, die maximal 15 Jahre alt sind; 20 Prozent sind hingegen empfehlenswert, wenn das Haus in den 1980er oder 1990er Jahren gebaut wurde. Ist die Immobilie schon älter als 50 Jahre, so ist es ratsam, wenn man mit Modernisierungskosten rechnet, die bei rund 40 Prozent des Kaufpreises liegen.

Die Ergebnisse im Detail

Wer eine Budgetrechnung erstellen lassen möchte, der muss natürlich die Eckdaten der geplanten Finanzierung für die Immobilie angeben. Damit am Ende eine realitätsnahe Auskunft über die tatsächliche Finanzsituation gegeben werden kann, muss das genaue Haushaltseinkommen angegeben werden. Nun kann der Budgetrechner mit dem ersten Anhaltspunkt berechnen, wie hoch der Kaufpreis sein darf.

Aufgrund der Tatsache, dass auch noch andere Positionen (Eigenkapital, Modernisierungskosten, Kosten für den Makler und dergleichen) zur Ermittlung des maximalen Immobilienpreises zur Verfügung stehen, kann ein durchaus realistischer Wert ermittelt werden.

Zu beachten ist, dass die Angaben, die der Budgetrechner ermittelt, jedoch nur einen Richtwert darstellen!

 

Mit den folgenden fünf Tricks Geld sparen!

Trick Nummer 1: Eigenkapital

Zu Beginn sollten Sie prüfen, wie viel Eigenkapital für die Baufinanzierung eingebracht werden kann. Je höher die Eigenkapitalquote, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich den Traum der eigenen vier Wände erfüllen kann. Zum Eigenkapital gehören Einnahmen aus Privatkrediten, aus Bausparverträgen oder auch aus einer Erbschaft; auch Rücklagen, die auf Festgeld- oder Tagesgeldkonten geparkt sind, zählen zum Eigenkapital.

Trick Nummer 2: Bestehende(n) Kredit(e) umschulden

Gibt es bereits einen Kredit, so sollten Sie vorweg einmal die bestehenden Konditionen überprüfen oder gegebenenfalls den Rat von einem Experten einholen, ob eine Umschuldung ratsam wäre. Sehr wohl kann nämlich eine Umschuldung – trotz einer zu bezahlenden Vorfälligkeitsentschädigung – zu einem Kostenersparnis führen, sodass am Ende mehr Geld für die Baufinanzierung vorhanden ist.

Trick Nummer 3: Kleinere Arbeiten selbst durchführen

Sind Sie handwerklich begabt, so können Sie ebenfalls Geld sparen. Heutzutage werden von den Banken Eigenleistungen zwischen 5.000 Euro und maximal 30.000 Euro akzeptiert, sodass die Darlehenssumme in weiterer Folge um diesen Betrag verringert werden kann. Die Reduzierung der Gesamtkreditsumme sorgt für eine geringere Monatsrate und/oder auch für eine kürzere Kreditlaufzeit, sodass der Kredit schneller getilgt werden kann.

Trick Nummer 4: Die Grunderwerbsteuer

Wer eine Immobilie kauft oder baut, der wird in der Regel das Bauland und die Immobilie gemeinsam erwerben. Der Eigentümer muss in diesem Fall eine Grunderwerbsteuer auf den Kaufpreis entrichten – die Steuer liegt, je nach Bundesland, zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent. Sparpotential ist dann vorhanden, wenn es sich um eine neugebaute Immobilie handelt.

Zu Beginn sollten Sie also nur das Grundstück kaufen, da die Steuer so nur anhand des Grundstückspreises ermittelt wird. Wichtig ist in diesem Fall nur, dass der Verkäufer und der Bauherr keine wirtschaftliche Verbundenheit haben. Ist das der Fall, so muss auch für eine noch nicht errichtete Immobilie eine Grunderwerbsteuer bezahlt werden.

Das Inventar, das nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist, kann man ebenfalls von der Grunderwerbsteuer ausschließen, sofern die Kosten im Kaufvertrag getrennt voneinander angeführt werden. Unter dem Punkt „Nicht verbundenes Inventar“ können sodann Markisen, Schränke oder auch die Küche angeführt werden. Jener Betrag, der so gespart wird, kann dann wieder direkt in das Darlehen fließen.

Trick Nummer 5: Mehrere Angebote einholen

Natürlich geht es auch um die Beratung – sicher ist der Budgetrechner eine gute Möglichkeit, wenn Sie einmal einen ungefähren Plan ermitteln möchten, wie teuer die Immobilie sein darf. Während man mit dem Budgetrechner noch etwas herumprobieren kann, ist es jedoch wichtig, dass im Zuge einer Beratung die ungeschönten Zahlen präsentiert werden.

Denn nur dann, wenn man auch weiß, wie hoch das monatliche Einkommen ist, wie hoch die Eigenkapitalquote ausfällt und mit welchen sonstigen Kosten spekuliert wird, ist eine seriöse Beratung durch den Profi möglich. Jedoch sollten Sie nicht das erstbeste Angebot annehmen – auch hier gilt, dass man sich im Vorfeld mehrere Angebote übermitteln lassen sollte, um am Ende die Gewissheit zu haben, die Finanzierung mit den besten Konditionen abgeschlossen zu haben.

Der Traum des Eigenheims kann verwirklicht werden! Mit dem Budgetrechner kann man bereits im Vorfeld ermitteln, wie hoch der maximale Kaufpreis sein darf; wer dann noch ein paar Tipps und Tricks berücksichtigt, der geht sodann die ersten Schritte Richtung Traumverwirklichung.

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