Hauskredit Vergleich & Hauskreditrechner

Der Hauskredit - eine Zusammenfassung

Kalkulieren Sie die Nebenkosten ein!
Berücksichtigen Sie nicht nur den Kaufpreis – denken Sie auch an die Nebenkosten! So sollten Sie etwaige Maklergebühren und die Grunderwerbsteuer ebenfalls in die Kredithöhe miteinfließen lassen.

Prüfen Sie die Fördermittel
Es gibt einige staatliche Fördermittel, die Sie keineswegs außer Acht lassen sollten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau stellt Fördermittel für den Bau oder Kauf von Wohnimmobilien zur Verfügung (vorwiegend für sogenannte KfW-Effizienzhäuser).

Führen Sie einen Vergleich durch
Bevor Sie die den Kreditvertrag unterzeichnen, sollten Sie unbedingt mehrere Angebote eingeholt haben. Nur so können Sie sicher sein, das beste Angebot ausgewählt zu haben!

Hauskredit

Für viele Menschen steht – an erster Stelle am Wunschzettel – die eigene Immobilie. Wer träumt nicht von einem eigenen Haus mit Garten? Doch wer sich diesen Traum erfüllen möchte, muss im Regelfall einen Kredit aufnehmen – eine sogenannte Hausfinanzierung.

Derzeit sind die Zinsen so gering wie nie; kein Wunder, dass immer mehr Menschen mit dem Gedanken spielen, nun doch endlich einen Hauskredit für ein Eigenheim aufzunehmen, damit sie Grundstücks- bzw. Immobilienbesitzer werden. Doch wer sich für einen Hauskredit entscheidet, muss im Vorfeld verschiedene Dinge berücksichtigen.

 

Der Hauskredit Vergleich zahlt sich aus

Bei einem Hauskredit handelt es sich um eine Finanzierung, welche ein langfristiges Darlehen darstellt; Laufzeiten von 20, 30 oder 40 Jahren sind keine Seltenheit. Wichtig ist, dass im Vorfeld ein Hauskredit Vergleich durchgeführt wird. Im Internet stehen verschiedene Plattformen zur Verfügung, mit denen kostenlos – dank dem Hausfinanzierung Rechner – die monatlichen Belastungen ausgerechnet werden können.

So erhält der vermeintliche Kreditnehmer relativ schnell einen Überblick, mit welchen Kosten er bei welcher Summe zu rechnen kann. Mit dem Hausfinanzierung Rechner können binnen weniger Sekunden die monatlichen Kosten berechnet werden. Der Hauskredit Vergleich sorgt aber auch dafür, dass der vermeintliche Kreditnehmer schon im Vorfeld in Erfahrung bringen kann, welche Banken gute, sehr gute oder auch schlechte Konditionen aufweisen. Denn auch wenn Hauskredit Zinsen einen relativ großen Einfluss auf die Hausfinanzierung haben, gibt es noch weitere Punkte (Kontoführungsgebühren, sonstige Spesen, etc.), die zu berücksichtigen sind.

Der Vergleich sollte daher nicht nur die Hauskredit Zinsen unter die Lupe nehmen, sondern auch die Gesamtbelastung am Ende der Laufzeit. Nur so kann man schlussendlich herausfinden, ob es sich um eine tatsächlich günstige oder nur scheinbar günstigere Hausfinanzierung handelt. Der vermeintliche Kreditnehmer sollte – im Rahmen der Finanzierung – aber auch bei seiner Hausbank nachfragen, welche Konditionen möglich wären.

In vielen Fällen bieten Hausbanken nämlich bessere Konditionen für langjährige Kunden an. Mitunter kann auch das Angebot der Hausbank zur Hand genommen werden und als Grundlage dienen, wenn mittels Hauskredit Vergleich herausgefunden werden soll, welche Bank tatsächlich das günstigste Angebot präsentiert.

 

Der Hauskredit Rechner – im Vorfeld wissen, welche Kosten möglich sind

Mit dem Hauskredit Rechner ist es möglich, dass der Antragsteller schon im Vorfeld weiß, welche monatlichen Belastungen möglich sind. Noch bevor die ersten Immobilien begutachtet werden, sollte daher von einem Hausfinanzierung Rechner Gebrauch gemacht worden sein; denn wer sich nur einen Betrag von rund 150.000 Euro leisten kann, sollte sich kein Haus ansehen, welches für 200.000 Euro angeboten wird.

Im Rahmen der Hauskredit Vergleichs ist es ratsam, wenn bereits mit etwas höheren Hauskredit Zinsen spekuliert wird; wobei hier natürlich auch die Frage zu stellen ist, für welche Form der Zinsen sich der Antragsteller schlussendlich entscheidet. Entscheidet man sich für die fixen Hauskredit Zinsen oder doch lieber für einen variablen Zinssatz? Die Vor- und Nachteile liegen auf der Hand; während bei einem flexiblen Hauskredit Zinsen die Zinsbelastung im dreimonatigen Rhythmus höher oder tiefer sein kann, sodass die monatliche Rate entweder sinkt oder steigt, besteht natürlich der Vorteil, dass man entweder gewinnt (der Zinssatz fällt) oder verliert (der Zinssatz steigt).

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass – im Regelfall – kostenlose Sondertilgungen (Zahlungen außerhalb der vereinbarten monatlichen Rate) möglich sind und somit die Finanzierung vorzeitig zurückbezahlt werden kann. Bei fixen Hauskredit Zinsen genießt der Kreditnehmer den Vorteil, dass er keine Schwankungen nach oben (also steigende Zinsen) befürchten muss, wobei die Nachteile darin liegen, dass Sondertilgungen (im Regelfall) nicht möglich sind bzw. auch die Hauskredit Zinsen getilgt werden müssen und – sofern der Zinssatz fällt – die Rate dennoch unverändert bleibt. Jene Aspekte müssen im Vorfeld berücksichtigt und die Vor- wie Nachteile abgewogen werden.

 

Welche Faktoren spielen für den Hauskredit eine wesentliche Rolle?

Nachdem der Hauskredit Rechner verwendet wurde und der vermeintliche Kreditnehmer überzeugt ist, die passende Bank gefunden zu haben, endlich der Hauskredit Vergleich abgeschlossen wurde und man nun bereit für die Hausfinanzierung ist, muss natürlich auch die Bank überzeugt werden, dass man ein lobenswerter und seriöser Kunde ist. Denn bevor jedoch die Bank die Einverständnis für den Hauskredit erteilt, müssen im Vorfeld einige Dinge überprüft und geklärt werden. So spielen das Alter, das Einkommen, die Bonität sowie allfällige Sicherheiten eine wesentliche Rolle bei der Vergabe der Hausfinanzierung.

Eine dementsprechende Finanzierung kann nur dann genehmigt werden, wenn der Antragsteller das 18. Lebensjahr vollendet hat, jedoch gleichzeitig noch “jung genug” ist, damit er auch – im Rahmen des Erwerbslebens – die Finanzierung zurückbezahlen kann. Wer etwa 50 Jahre alt ist und einen Kredit – mit einer Laufzeit von 35 Jahren aufnehmen möchte – wird eine Absage erhalten.

Ein weiterer Punkt, der eine wesentliche Rolle bei der Kreditvergabe spielt, ist das Einkommen des Antragstellers. Dieser muss nachweislich (mittels Gehaltsabrechnungen) belegen, wie hoch sein monatliches Einkommen ist. In weiterer Folge wird ein Haushaltsplan angelegt; mit jenem kann die Bank (ungefähr) herausfinden, wie hoch die Ausgaben des Antragstellers sind und gleichzeitig berechnen, welche monatliche Rate zur Rückzahlung möglich wäre.

 

Die Sicherheiten des Antragstellers

Damit die Bank auch die Sicherheit hat, dass der Antragsteller – problemlos – den Kredit zurückbezahlen kann, wird die Bonität überprüft. Gibt es etwa Einträge in der SCHUFA? Gab es schon Probleme mit der Hausbank? Wurden bereits Versicherungen – von Seiten der Versicherungsgesellschaft – gekündigt oder gibt bzw. gab es Probleme mit Kreditkartenabrechnungen? All jene Faktoren sind mitunter ein Grund, warum die Bank den Kredit ablehnen kann. Liegen keine negativen Einträge vor, steht dem Kreditabschluss jedoch nichts im Wege.

Die Sicherheiten sind ebenfalls ein wesentlicher Punkt. Denn was passiert, wenn tatsächlich der Kredit tatsächlich nicht mehr zurückbezahlt werden kann? Etwa, weil der Kreditnehmer arbeitsunfähig wird oder vor dem Kreditende plötzlich und unerwartet stirbt? Die Banken verlangen daher im Regelfall Lebensversicherungen mit einem Ablebensschutz, damit diese nicht auf den offenen Kosten sitzenbleiben, sofern der Kreditnehmer die Restschuld nicht mehr begleichen kann.

 

Das Fazit – zwischen Hauskredit Rechner und fixen Zinssätzen

Natürlich stellt eine Finanzierung immer ein gewisses Risiko dar, dennoch sollte dem Antragsteller bewusst sein, dass die monatlichen Raten, die zur Rückzahlung des Kredits verwendet werden, mit einer Art Miete verglichen werden können. Nur mit dem Unterschied, dass am Ende der Laufzeit die Immobilie zur Gänze in das Eigentum des Kreditnehmers übergeht, wobei die Miete bis zum Lebensende bezahlt werden muss bzw. die Wohnung nie in das Eigentum des Mieters übergehen wird.

Mittels Hausfinanzierung Rechner hat der Antragsteller schon im Vorfeld die Möglichkeit, dass er etwaige Kosten berechnen kann. Auch wenn der Hausfinanzierung Rechner keine 100%-ige monatliche Rate berechnen kann, da hier verschiedene Faktoren (wie etwa die Zinsen, die Laufzeit, die tatsächliche Kredithöhe) notwendig sind, so erhält man sehr wohl – durch den Hauskredit Rechner – einen ganz guten Überblick und erfährt relativ schnell, ob die angedachte Kreditsumme auch tatsächlich “leistbar” ist.

Der Antragsteller muss wesentliche Entscheidungen treffen (variable oder fixe Verzinsung), sich für eine Bank entscheiden und schlussendlich dafür Sorge tragen, dass die monatlichen Rückzahlungen zeit- und ordnungsgemäß getätigt werden. Wer überzeugt ist, dass er die finanzielle Belastung – ohne Probleme – meistert, sollte daher noch heute Informationen zum Thema Hausfinanzierung anfordern.

Bei Hauskrediten handelt es sich im Regelfall um langfristige Annuitätendarlehen; sie sind zweckgebunden und dienen der Errichtung einer Immobilie. Die Höhe des Hauskredits ist vom vorhandenen Haushaltsbudget abhängig. Bevor Sie einen dementsprechenden Kreditvertrag unterschreiben, sollten Sie im Vorfeld einen Vergleich der unterschiedlichen Kreditangebote durchgeführt haben.

 

Der Hauskredit im Detail

Immer wieder wird der Begriff des Hauskredits als Synonym für die sogenannte Baufinanzierung verwendet. Jedoch bezeichnet die Baufinanzierung, im Unterschied zum gewöhnlichen Hauskredit, die Gesamtfinanzierung einer Immobilie aus Fremd- und Eigenkapital.

Beim Hausbau-Kredit handelt es sich um ein langfristiges Baudarlehen. Die Absicherung erfolgt durch ein eingetragenes Grundpfandrecht im Grundbuch (vorwiegend mit einer Grundschuld, selten mit einer Hypothek). Wird der Hauskredit als Zwischenfinanzierung gewählt, dient er lediglich einer zeitlichen Überbrückung, bis alle Voraussetzungen für die Auszahlung des Darlehens erfüllt wurden oder das benötigte Eigenkapital zur Verfügung steht.

Im Regelfall werden langfristige Hauskredite als Annuitätendarlehen vergeben. Hier bezahlt der Kreditnehmer eine gleichbleibende Rate, wobei die Rate monatlich oder quartalsweise fällig wird. Die Rate setzt sich aus Tilgungs- und Zinsanteilen zusammen. Mit fortschreitender Tilgung kommt es zu einer Reduzierung der Zinsbestandteile – in weiterer Folge steigt somit der Tilgungsanteil.

Als Finanzierungszweck stehen den Kreditnehmern die Errichtung oder auch Sanierung einer Immobilie zur Verfügung. Zudem können bereits bestehende Darlehen durch einen neuen Hauskredit umgeschuldet werden. Als weiterer Verwendungszweck steht die Anschlussfinanzierung zur Verfügung. Hauskredite können für gewerbliche oder private Zwecke aufgenommen werden.

  • Der private Kredit dient der ausschließlichen Finanzierung von Wohnimmobilien, die vom Eigentümer selbst genutzt oder in weiterer Folge vermietet werden. Der Kreditnehmer ist der Eigentümer der Immobilie.
  • Mit den gewerblichen Hauskrediten können wohnwirtschaftlich genutzte Gebäude oder Gewerbeimmobilien finanziert werden; wichtig ist, dass die wohnwirtschaftlich genutzten Gebäude zum Betriebsvermögen gehören.

Baufinanzierungen weisen, aufgrund einer grundbücherlichen Absicherung, ein relativ niedriges Kreditrisiko auf. Aus diesem Grund gewähren die Banken besonders günstige Kreditzinsen. Der Hauskredit darf ausschließlich nur für den festgelegten Zweck verwendet werden. Kommt es zu einer missbräuchlichen Verwendung der Darlehenssumme, verstößt der Kreditnehmer gegen das Gesetz (§ 263 StGB – Betrug). Das Kreditinstitut kann das außerordentliche Kündigungsrecht nutzen und eine sofortige Rückforderung der gesamten Darlehenssumme fordern.

 

Die mögliche Höhe des Hauskredits

Es gibt keine festen Ober- oder Untergrenzen. Am Ende orientiert sich die maximale Kreditsumme am Wert der zu bauenden Immobilie, wobei natürlich auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des potentiellen Kreditnehmers von Bedeutung sind. Entscheidend ist, dass die Kreditraten, die über viele Jahre zu entrichten sind, nicht die Belastungsfähigkeit des Kreditnehmers übersteigen.

Zu beachten ist, dass der Bankkredit aber einen bestimmten Mindestbetrag erreicht, damit überproportionale Kosten – wie etwa für die Kreditbearbeitung oder Grundschuldbestellung – vermieden werden. Kreditinstitute verlangen nämlich, sofern es sich um kleinere Hauskredite handelt, Zinszuschläge. Beträgt der Finanzierungsbedarf weniger als 50.000 Euro, sollte der Kreditantragsteller im Vorfeld prüfen, ob es mitunter flexible Kredite gibt, die günstiger als ein Baudarlehen sind.

 

Die üblichen Laufzeiten eines Hauskredits

Der Kreditnehmer muss zwischen der Gesamtlaufzeit des Kredits und der im Vorfeld gewählten Zinsbindungsfrist unterscheiden. Bei der Gesamtlaufzeit handelt es sich um jenen Zeitraum, in welchem das Darlehen komplett getilgt werden soll – beispielsweise kann die Gesamtlaufzeit 30 Jahre betragen.

Abweichend können sich Kreditnehmer für eine sogenannte Zinsbindungsfrist entscheiden, die mitunter eine Laufzeit von zehn Jahren hat. So können sich Kreditnehmer die aktuell günstigen Zinsen sichern. Ist die Zinsbindungsfrist abgelaufen, kann der Kreditnehmer das Darlehen tilgen oder sich für eine weitere Zinsbindungsfrist entscheiden.

Ratsam ist, wenn sich der Kreditnehmer für eine zügige Entschuldung entscheiden. Kreditlaufzeiten, die 30 oder 40 Jahre andauern, sind aber – da es sich bei Hauskrediten um hohe Summen handelt – keine Seltenheit. Am Ende hängt die Kreditlaufzeit natürlich auch von der Kreditrate ab, die der Kreditnehmer monatlich erbringen kann.

Werden niedrige Kreditzinsen gewährt, weisen Annuitätendarlehen oft eine sehr lange Laufzeit auf. Der Grund? Die Annuitätenrate setzt sich aus den Zinsen und der Tilgung zusammen. Entscheidet sich der Kreditnehmer für ein Baudarlehen über 100.000 Euro, wobei der Zinssatz 1,3 Prozent beträgt und die jährliche Tilgung bei einem Prozent liegt, beträgt die jährliche Annuität 2,3 Prozent.

Der Kreditnehmer muss eine monatliche Rate von 191,67 Euro bezahlen – die Laufzeit beträgt 64,2 Jahre. Würde sich der Nominalzinssatz jedoch bei 4 Prozent bewegen, würde die jährliche Annuität 5 Prozent betragen. Die monatliche Rate würde 416,67 Euro betragen, sodass am Ende eine Laufzeit von 40,33 Jahren gegeben ist. Die höheren Zinsen führen nämlich automatisch zu einer schneller anwachsenden Tilgungsleistung.

Tipp: Entscheiden Sie sich für eine höhere Tilgungsleistung!
Sie möchten den Kredit so schnell wie möglich zurückbezahlt haben, damit Sie im Rentenalter keine monatlichen Raten mehr bezahlen müssen? Entscheiden Sie sich, vor allem bei niedrigen Kreditzinsen, für eine höhere Tilgungsleistung!

 

Die geeignete Zinsbindungsfrist

  • Natürlich hängt die Zinsbindungsfrist von den möglichen Zinsentwicklungen am Markt ab.
  • Sie sind der Meinung, dass die Zinsen in der Zukunft steigen werden? Entscheiden Sie sich für eine lange Zinsbindungsfrist!
  • Sie glauben an fallende Kreditzinsen? Vereinbaren Sie eine kurze Zinsbindungsfrist!

In den letzten Jahrzehnten lagen die Hauskredit-Zinsen bei 6 bis 7 Prozent (Spitzenwert: 12 Prozent im September 1983). Bei derartigen Zinssätzen sind Zinsbindungsfristen von bis zu zehn Jahren empfehlenswerten. Niedrige Zinsen (2015: 1 Prozent) sollten natürlich gesichert werden: Es gibt Banken, die sogar eine 30-jährige Zinsbindung anbieten. Im Regelfall beträgt die maximale Zinsbindung aber 10 Jahre und sollte – wenn das Zinsniveau extrem niedrig ist – zur Gänze genutzt werden.

Achtung: Die Zinsbindung hat auch Nachteile
Denken Sie daran, dass niedrige Kreditzinsen zwar eine günstige Kreditrate bedeuten, jedoch lange Darlehenslaufzeiten vorprogrammiert sind. Erhalten Sie den Anschlusskredit erst nach Ablauf der ersten Zinsbindungsfrist, müssen Sie davon ausgehen, deutlich höhere Zinsen bezahlen zu müssen. Vereinbaren Sie daher zu Beginn eine Jahrestilgung von 2 oder gar 3 Prozent, damit es zu keiner extrem langen Laufzeit kommt!

 

Entscheiden Sie sich für einen Forward-Kredit, sollten Sie eine Zinssicherung vereinbaren

Natürlich möchten Sie sich die niedrigen Zinsen langfristig sichern. Doch ist eine Zinsbindungsfrist von Anfang an erforderlich? Nein. Entscheiden Sie sich für ein Forward-Darlehen!

Mit dem Forward-Darlehen können Sie sich – auf Grundlage der aktuellen Zinssätze – den Zinssatz für den Hauskredit, der erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden soll, sichern lassen. So etwa zum Ablauf der aktuellen Zinsbindungsfrist oder auch zum Zeitpunkt des geplanten Immobilienkaufs. Zu beachten ist, dass das Kreditinstitut einen Zinsaufschlag für die Sicherung der Zinsen berechnet. Forward-Darlehen können maximal 60 Monate vor dem Auszahlungstermin abgeschlossen werden! Entscheiden Sie sich für einen Forward-Kredit, müssen Sie diesen – nach Ablauf des Zeitfensters – annehmen.

 

Der Vergleich lohnt sich

Ermitteln Sie zu Beginn Ihr monatliches Budget, welches für die monatlichen Kreditraten zur Verfügung gestellt werden kann. Im Internet finden sich zahlreiche Haushaltsrechner, die Ihnen einen relativ guten Überblick verschaffen, wie hoch Ihr persönlicher Haushaltsüberschuss ist. Berücksichtigen Sie aber auch die Liquiditätsreserve und bedenken Sie, dass die Aufnahme des Kredits nicht dazu führen soll, Monat für Monat schaflose Nächte zu haben, wie die Rate gezahlt werden soll.

Führen Sie auch einen Vergleich der unterschiedlichen Kreditangebote durch. Dabei sollten Sie sich ausschließlich auf den effektiven Jahreszinssatz konzentrieren. Für unverbindliche Angebote müssen Sie folgende Daten angeben:

  • Die Finanzierungsart (handelt es sich um einen Neubau oder eine Anschlussfinanzierung?)
  • Kaufpreis
  • Kaufnebenkosten
  • Zur Verfügung stehendes Eigenkapital
  • Nutzungsart (wird die Immobilie selbst genutzt oder vermietet?)
  • Das Beschäftigungsverhältnis (Unternehmer oder Angestellter?)
  • Das Haushalts-Nettoeinkommen
  • Persönliche Kontaktdaten

Beachten Sie, dass Sie folgende Unterlagen einreichen müssen, wenn Sie einen Hauskredit abschließen möchten:

  • Gehaltsnachweise der letzten drei Monate
  • Personalausweis
  • Steuerbescheid

Selbstständige müssen hingegen Bilanzen und auch betriebswirtschaftliche Auswertungen vorlegen und einen Handelsregisterauszug beilegen.

Des Weiteren benötigt das Kreditinstitut aber auch Informationen zur Immobilie:

  • Grundbuchauszug
  • Baupläne
  • Lageplan
  • Baubeschreibung
  • Baugenehmigung
  • Versicherungsnachweise

Bis die Entscheidung fällt, ob dem Kreditantrag zugestimmt wird oder nicht, vergehen mitunter einige Werktage. Im Regelfall müssen Sie mit drei bis maximal fünf Arbeitstagen rechnen. Mitunter kann das Prüfverfahren aber länger dauern, wenn Unterlagen fehlen oder die Bank noch weitere Dokumente benötigt.

 

Die Zweckbindung

Der Hauskredit ist immer zweckgebunden. Damit die Bank sicher sein kann, dass die Summe auch für den Verwendungszweck aufgewendet wurde, muss der Kreditnehmer Bautenstandsberichte und Rechnungen vorweisen.

 

Die Bereitstellungszinsen und allfällige Nebenkosten

Bis zum Beginn der Kreditlaufzeit muss die Bank natürlich auch die Kreditmittel bereithalten. Durch das gebundene Kapital, das nicht anderweitig verwendet werden kann, entstehen der Bank natürlich Kosten. Aus diesem Grund werden den Kreditnehmern nach drei oder sechs Monaten sogenannte Bereitstellungszinsen – auf noch nicht ausbezahlte Darlehensteile – berechnet.

Dabei belaufen sich die Bereitstellungszinsen, je nach Institut, auf monatlich 0,2 Prozent bis 0,25 Prozent (jährlich zwischen 2,4 Prozent und 3 Prozent). Kosten für die Kontoführung oder Antragsbearbeitung werden nicht berechnet. Es können aber Gebühren, die im Rahmen der Wertermittlung der Immobilie entstehen, berechnet werden.

Wird die Immobilie vermietet, dürfen zahlreiche Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden (Einkommensteuererklärung). So etwa die Erwerbsnebenkosten, Altbau-Reparaturen oder auch Abstandszahlungen für Einrichtungsgegenstände. Zudem werden auch entstandene Sollzinsen als Werbungskosten anerkannt. Wird das Gebäude jedoch selbst genutzt, können entstandene Kosten – wie etwa Sanierungskosten (außergewöhnliche Belastungen) – nur im Einzelfall geltend gemacht werden.

 

Mit welchen Nebenkosten müssen Sie rechnen?

Neben dem Kaufpreis gibt es auch weitere Kosten, die Sie unbedingt berücksichtigen müssen:

  • Grunderwerbsteuer (3,5 Prozent bis 6 Prozent des Kaufpreises)
  • Maklergebühren (3 Prozent bis 6 Prozent)
  • Kosten für das Grundbuchamt und den Notar (ungefähr 2 Prozent)
  • Kosten für den Architekten (nur bei einem Neubau)
  • Versicherungskosten (Wohngebäudeversicherung, Bauherrenhaftpflichtversicherung, Elementarversicherung, Hausratsversicherung)
  • Einrichtungsgegenstände

Benötigen Sie ein Eigenkapital?

Finanzexperten empfehlen einen Eigenkapitalanteil von 20 Prozent. Können Sie ein Eigenkapital in die Baufinanzierung einbringen, reduziert sich die Zinsbelastung; zudem wird auch das Zinsänderungsrisiko bei Ablauf der gewählten Zinsbindungsfrist gesenkt. Der Vorteil: Sie werden schneller schuldenfrei. Zudem bieten Banken, wenn Eigenkapital vorhanden ist, bessere Konditionen an.

Natürlich kann der Hauskredit auch ohne Eigenkapital aufgenommen werden. Haben Sie kein Eigenkapital, müssen Sie einerseits mit schlechteren Konditionen (höherer Kreditzinssatz), andererseits auch mit einer längeren Kreditlaufzeit rechnen. Zudem müssen weitere Sicherheiten – wie etwa Grundpfandrechte auf weitere Grundstücke, Verpfändung der Wertpapiere oder eine Bürgschaft – angegeben werden.

 

Welche staatlichen Fördermittel stehen zur Verfügung?

Den Bauherren werden – von Seiten des Staates – finanzielle Unterstützungen angeboten. So gibt es – von der Kreditanstalt für Wiederaufbau – unterschiedliche Förderprogramme:

  • Unterstützung beim Kauf oder Bau von Wohnimmobilien, wobei hier vorwiegend KfW-Effizienzhäuser gefördert werden
  • Förderungen beim Erwerb eines energetisch sanierten Altbaus
  • Beim Umbau oder Kauf eines altersgerechten Wohnsitzes

Der “Wohn-Riester”-Vertrag kann ebenfalls bei der Finanzierung der Immobilie helfen.

Gibt es ein Baudarlehen ohne Schufa?

Ein schufafreier Hauskredit ist ein Darlehen, bei dem die Bank auf eine Schufa-Abfrage verzichtet und andere Faktoren berücksichtigt, die in weiterer Folge einen Aufschluss über die Bonität des Kreditantragstellers geben. Jedoch sind schufafreie Kredite nicht günstiger – es handelt sich um teurere Kredite, da sich die Bank den Verzicht der Schufa-Auskunft “bezahlen” lässt. Leider gibt es zahlreiche unseriöse Anbieter, die immer wieder mit schufafreien Hauskrediten werben. Sie sollten daher auf folgende Kriterien achten:

  • Das Institut verlangt keine Kreditsicherheiten
  • Sie müssen eine Vorab-Gebühr leisten
  • Die Weitergabe Ihrer persönlichen Daten (vorwiegend zu Werbezwecken) kann nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden

Die vorzeitige Rückzahlung

Zum Ende der Zinsbindungsfrist können Sie den Hauskredit zur Gänze oder auch nur teilweise ablösen. Des Weiteren können Sie Sonderzahlungen vereinbaren oder Sondertilgungsrechte in den Vertrag mitaufnehmen lassen.

Zu beachten ist, dass innerhalb der Zinsbindungsfrist keine Sonderzahlungen geleistet werden können. Die einzige Ausnahme wird in § 490 Abs. 2 BGB geregelt: Nur dann, wenn ein “berechtigtes Interesse zur Kreditkündigung” besteht, also bei Umzug, Arbeitslosigkeit oder Überschuldung, kann der Kredit vorzeitig – also noch bei Bestehen einer Zinsbindungsfrist – getilgt werden. Des Weiteren können

  • Bauspardarlehen (gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen)
  • variabel verzinste Hauskredite
  • grundbücherlich nicht mehr besicherte Kredite vorzeitig getilgt werden.

Besteht ein vertraglicher oder gesetzlicher Kündigungsgrund, so ist die Kündigung des Kredits kostenlos.

 

Die Rückzahlung nach Widerruf

Hauskredite können – innerhalb von 14 Tagen – widerrufen werden (siehe auch §§ 495, 335 BGB). Jedoch besteht, wenn im Vertrag eine fehlerhafte Widerrufserklärung vorhanden ist, selbst Jahre später noch ein Widerrufsrecht. Die Rede ist vom “ewigen Widerrufsrecht”, das dann gegeben ist, wenn der Kreditnehmer nicht ordnungsgemäß über den Widerruf aufgeklärt oder dieser fehlerhaft im Vertrag abgedruckt wurde. Kommt es zu einer vorzeitigen Kreditablösung, kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung geltend machen.

 

Die Anschlussfinanzierung

Ist die Zinsbindungsfrist abgelaufen, wird im Regelfall eine Anschlussfinanzierung in Höhe der noch offenen Restschuld abgeschlossen. Die Finanzierung kann bei der kreditgebenden Bank abgeschlossen werden, wobei – sofern ein besseres Angebot gefunden wird – auch ein Angebot einer anderen Bank angenommen werden kann.

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